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Pressemitteilung vom 2. November 2016

Langenfeld. Nachdem die Vortragsreihen für Angehörige und andere Interessierte über psychiatrische Themen in den letzten Jahren auf eine sehr gute Resonanz und Interesse stießen und psychische Erkrankungen ein großes gesellschaftliches Thema sind, werden auch in diesem Herbst/Winter Vorträge der LVR-Klinik Langenfeld angeboten.

10. November 2016, 18.00 Uhr

„Warum werden Menschen depressiv?“

Die Symptome der Depression (der Melancholie) sind den Menschen schon lange bekannt. Schon die Urväter der Psychiatrie beschrieben diese Erkrankung.Mittlerweile leiden nicht nur viele Menschen an Symptomen dieser „Gemütskrankheit“, offensichtlich nehmen auch ähnliche, zum Beispiel arbeitsbedingte depressive Symptome in ihrer Häufigkeit zu.Neben diesen Erscheinungsformen sollen auch Modelle der möglichen Ursachen und Rahmenbedingungen depressiver Symptome und Störungsbilder vorgestellt werden.

Dr. Wolfgang Schwachula, Chefarzt der Abteilung Allgemeine Psychiatrie 2
Veranstaltungsort: LVR-Klinik Langenfeld, Kölner Str. 82, 40764 Langenfeld
Verwaltungsgebäude Haus 62, Hörsaal

17. November 2016, 18.00 Uhr

„Die Psychiatrie und der freie Wille“

Ungefähr jede/jeder zehnte Patientin/Patient einer psychiatrischen Klinik macht die Erfahrung mit irgendeiner Form von Freiheitsentzug, z.B. durch Unterbringung auf einer geschlossenen Station. Seit einigen Jahren gibt es auch in der Psychiatrie eine wissenschaftliche Forschung über die Anwendung von Zwang und die Möglichkeiten seiner Vermeidung. Der Vortrag informiert über den aktuellen Wissensstand zur Anwendung von Zwangsbehandlung und zu freiheitlichen Alternativen.

Dr. Friedrich Leidinger, Chefarzt der Abteilung Allgemeine Psychiatrie 3
Veranstaltungsort: LVR-Klinik Langenfeld, Kölner Str. 82, 40764 Langenfeld
Verwaltungsgebäude Haus 62, Hörsaal

24. November 2016, 18.00 Uhr

„Wie entstehen Angststörungen?“

Angst kennt jeder Mensch. Wer nie Angst hat, hat auch ein Problem. Viele, normale Ängste müssen wir Menschen schon deshalb verdrängen, um unseren Alltag schaffen zu können.

Zu einer oft quälenden Situation führen Ängste aber dann, wenn sie augenscheinlich grundlos zu alltagsbestimmenden Symptomen werden. Woher kommen diese krankhaften Ängste und was kann dagegen getan werden?

Dr. Wolfgang Schwachula, Chefarzt der Abteilung Allgemeine Psychiatrie 2
Veranstaltungsort: LVR-Klinik Langenfeld, Kölner Str. 82, 40764 Langenfeld Verwaltungsgebäude Haus 62, Hörsaal

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24. November 2016, 18.00 Uhr

„Wie entstehen Angststörungen?“

Angst kennt jeder Mensch. Wer nie Angst hat, hat auch ein Problem. Viele, normale Ängste müssen wir Menschen schon deshalb verdrängen, um unseren Alltag schaffen zu können.

Zu einer oft quälenden Situation führen Ängste aber dann, wenn sie augenscheinlich grundlos zu alltagsbestimmenden Symptomen werden. Woher kommen diese krankhaften Ängste und was kann dagegen getan werden?

Dr. Wolfgang Schwachula, Chefarzt der Abteilung Allgemeine Psychiatrie 2
Veranstaltungsort: LVR-Klinik Langenfeld, Kölner Str. 82, 40764 Langenfeld
Verwaltungsgebäude Haus 62, Hörsaal

1. Dezember 2016, 18.00 Uhr

„Familiale Pflege – Beratung für pflegende Angehörige"

In dem Vortrag wird von dem Kooperationsprojekt der „Familialen Pflege“ zwischen dem Landschaftsverband Rheinland und der Universität Bielefeld berichtet, welches das Ziel verfolgt, pflegende Angehörige zu beraten, zu begleiten, zu schulen und zu trainieren, um den Alltag zu erleichtern.

Rolf Gade, Altenpfleger
Veranstaltungsort: LVR-Klinik Langenfeld, Kölner Str. 82, 40764 Langenfeld
Verwaltungsgebäude Haus 62, Hörsaal

8. Dezember 2016, 18.00 Uhr

„Die Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter aus suchtpsychiatrischer Sicht"

Die ADHS ist eine bereits in der Kindheit beginnende Erkrankung. Lange Zeit ging man sogar davon aus, dass sich die Erkrankung beim Übergang ins Erwachsenenalter „auswächst“. Leider ist das, wie wir heute wissen, nicht immer der Fall. Betroffene Erwachsene leiden allerdings unter einem anderen Beschwerdebild als Kinder.

Darüber hinaus entwickeln sich im Laufe des Lebens häufig zusätzliche psychische Erkrankungen. Bei einem nicht unerheblichen Teil der erwachsenen Patientinnen und Patienten, welche aufgrund von Abhängigkeitserkrankungen behandelt werden, bestehen Hinweise auf eine ADHS. Diese Konstellation stellt aus therapeutischer Sicht oft eine besondere Herausforderung dar.

Im Rahmen des Vortrags sollen insbesondere folgende Fragen behandelt werden:

  • Wie äußert sich eine ADHS im Erwachsenenalter?
  • Warum sind ADHS-Betroffene besonders gefährdet, eine Suchterkrankung zu entwickeln?
  • Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Dr. Eva Link, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Veranstaltungsort: LVR-Klinik Langenfeld, Kölner Str. 82, 40764 Langenfeld
Verwaltungsgebäude Haus 62, Hörsaal

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15. Dezember 2016, 18.00 Uhr

„Ist die stationäre Versorgung unter den gegebenen Umständen auch weiterhin gesichert?“

Die Finanzierung im Deutschen Gesundheitswesen ist hoch komplex, verworren und setzt die falschen Anreize.

Durch die Trennung zahlreicher Budgets, Hausärztinnen und Hausärzte, Fachärztinnen und Fachärzte sowie Ambulanzen, Krankenhäuser, Rehabilitationskliniken usw. entstehen Fehlanreize, die zu Lasten der Versicherten gehen.

Durch zahlreiche Möglichkeiten, nicht in einer solidarischen Versicherung gegen Krankheit versichert zu sein, verbleiben für die GKV die schwierigen und teureren Risiken.

Bei der Investitionsfinanzierung für Krankenhäuser in Deutschland ist entgegen der Rechtslage festzustellen, dass diese je nach Bundesland zwar unterschiedlich, aber z.B. in NRW so gut wie nicht bzw. in völlig unzureichendem finanziellen Umfang stattfindet. Bund und Land kommen ihren gesetzlichen diesbezüglichen Pflichten nicht nach.

Dadurch müssen Investitionen aus den Betriebskosten „abgezweigt“ werden und kommen nicht bei den Patientinnen und Patienten an.

Durch inzwischen ca. ein Drittel Kliniken in privater Trägerschaft werden aus Krankenkassenbeiträgen der Versicherten und deren Arbeitgebern Profite bei privaten Krankenhausträgern und deren Aktionären bzw. Anteilseignern, die mit einer Marge von bis zu 15 % Kliniken betreiben, finanziert.

Holger Höhmann, Kaufmännischer Direktor
Veranstaltungsort: LVR-Klinik Langenfeld, Kölner Str. 82, 40764 Langenfeld Verwaltungsgebäude Haus 62, Hörsaal

12. Januar 2017, 18.00 Uhr

„Die Psychiatrie und der freie Wille“

Ungefähr jede/jeder zehnte Patientin/Patient einer psychiatrischen Klinik macht die Erfahrung mit irgendeiner Form von Freiheitsentzug, z.B. durch Unterbringung auf einer geschlossenen Station. Seit einigen Jahren gibt es auch in der Psychiatrie eine wissenschaftliche Forschung über die Anwendung von Zwang und die Möglichkeiten seiner Vermeidung. Der Vortrag informiert über den aktuellen Wissensstand zur Anwendung von Zwangsbehandlung und zu freiheitlichen Alternativen.

Dr. Friedrich Leidinger, Chefarzt der Abteilung Allgemeine Psychiatrie 3
Veranstaltungsort: Gerontopsychiatrisches Zentrum der LVR-Klinik Langenfeld, Frankenstr.31a, 42653 Solingen,
Aufenthaltsraum

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26. Januar 2017, 18.00 Uhr

„Psychische Verletzungen und ihre Folgen“

Deutlich belastende Erfahrungen mit z.B. Naturkatastrophen, Unfallereignissen und vor allem Gewalt können die seelische Verfassung eines Menschen erheblich und manchmal auch sehr nachhaltig beeinflussen. Erste Vorstellungen über die dabei ablaufenden innerpsychischen Vorgänge gab es schon vor 150 Jahren; aber in der jüngsten Vergangenheit wurden die wichtigsten Mechanismen dabei besser verstehbar. Es soll versucht werden, die seelischen Vorgänge bei solchen Verletzungen zu beschreiben; darüber hinaus auch die möglichen Folgeerscheinungen und die Möglichkeiten einer Verminderung der Folgesymptome einer Traumatisierung.

Dr. Wolfgang Schwachula, Chefarzt der Abteilung Allgemeine Psychiatrie 2
Veranstaltungsort: St. Josefs Krankenhaus Hilden GmbH, Kplus-Forum Fort- und Weiterbildungszentrum, Walderstr. 34-38, 40724 Hilden
Raum 1

9. Februar 2017, 18.00 Uhr

„Geistige Behinderung und psychische Erkrankung“

Geistig Behinderte können wie alle anderen Menschen psychische Erkrankungen entwickeln. Die Erkrankungen sind für Psychiaterinnen/Psychiater und Psychologinnen/Psychologen oft schwerer zu erkennen. Diagnostische Maßnahmen sind daher häufig umfangreicher und länger andauernd.

Die psychischen Erkrankungen werden grundsätzlich ähnlich behandelt wie bei allen anderen Patientinnen und Patienten auch: je nach Erkrankung mit Psychotherapie und/oder Psychopharmaka. Es gilt jedoch einige Besonderheiten zu beachten. Geistig behinderte Menschen erhalten allerdings häufig sehr viel weniger diese Behandlungen in adäquater Form.

Hierüber und über weitere Themen in Diagnostik und Behandlung psychischer Erkrankung bei geistig behinderten Menschen soll dieser Vortrag informieren.

Dr. Dr. Thomas F. Dielentheis, Chefarzt der Abteilung Allgemeine Psychiatrie 1 Veranstaltungsort: Klinikum Leverkusen gGmbH, Am Gesundheitspark 11, 51375 Leverkusen im Hörsaal, Gebäude 1A (UG)

16. Februar 2017, 18.00 Uhr

„Aromapflege als unterstützende pflegerische Maßnahme bei psychiatrischen Erkrankungen im stationären Rahmen"

Vorgestellt wird in dem Vortrag das Konzept und die Umsetzung der Aromapflege der Station 1, einer geschlossenen, allgemeinpsychiatrischenSektorstation der Allgemeinen Psychiatrie 1. Aromapflege entspricht dem Wunsch vieler Menschen nach individueller, natürlicher Pflege und Behandlung. Die Aromapflege nutzt naturreine ätherische Öle, sehr guter Qualität, sie werden aus unterschiedlichen Pflanzenteilen gewonnen und sind erwiesenermaßen hochwirksam. Es werden Befindlichkeitsstörungen, Schlafstörungen, Ängste, Anspannung und vieles mehr unterstützend behandelt. Die Krankenhausatmosphäre wird allgemein verbessert. Die ätherischen Öle können in vielfältiger Weise genutzt werden, so dass sich unterschiedliche, individuelle und allgemeine Anwendungsmöglichkeiten bieten. Die duftenden Helfer können die Vergabe von Bedarfsarznei reduzieren und das Wohlbefinden aller Anwesenden auf der Station verbessern, auch als unterstützende Maßnahme nach der Entlassung können sie hilfreich sein.

Andrea Lammel, Fachkrankenschwester
Veranstaltungsort: LVR-Klinik Langenfeld, Kölner Str. 82, 40764 Langenfeld
Verwaltungsgebäude Haus 62, Hörsaal

Die Vorträge sind kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Hörsaal in Langenfeld liegt im 1.OG. Es ist kein Aufzug vorhanden. Wenn Sie Hilfe benötigen, informieren Sie uns bitte (02173 102-1015).

Über einen Besuch von Ihnen an den Vortragsabenden zur Berichterstattung würden wir uns sehr freuen. Als Gesprächspartner stehen nach vorheriger Absprache jeweils die o.g. Referentinnen und Referenten zur Verfügung, gerne auch an gesonderten Terminen.