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Pressemitteillung vom 18.09.2015

Vortragsreihe der LVR-Klinik zu psychiatrischen Themen startet im Herbst

Langenfeld. Nachdem die Vortragsreihen für Angehörige und andere Interessierte über psychiatrische Themen in den letzten Jahren auf eine sehr gute Resonanz und Interesse stießen und psychische Erkrankungen ein großes gesellschaftliches Thema sind, werden auch in diesem Herbst/Winter Vorträge der LVR-Klinik Langenfeld angeboten.

Internationale Woche der seelischen Gesundheit
8. Oktober 2015, 18.00 Uhr
„Patient/Familie“

Das klassische Modell der Erklärungs- und Behandlungsmodelle von psychischen Störungen umfasst weitgehend nur den Blick auf den einzelnen Menschen. Auch das Finanzierungsmodell unseres Gesundheitssystems basiert auf dieser „individualzentrierten“ Basis.
Kaum eine seelische Störung und/oder deren Entwicklungsgeschichte oder deren Verlaufsgeschichte kann aber ohne die Wechselwirkung des Einzelnen mit der Umwelt seiner Beziehungen hinreichend verstanden werden. Vieles von dem, was uns in der Gegenwart bestimmt, hat einerseits Wurzeln in der Geschichte unserer Beziehungserfahrungen, andererseits steht es auch in einem Bezug zu den aktuellen Haltungen, Sorgen, Gefühlen und Handlungen unserer Familien.
Die Menschen, mit denen wir in einem wichtigen Kontakt stehen, wirkten und wirken auf uns, wie auch wir den uns nahestehenden Menschen wichtige Erfahrungen vermitteln: ob wir wollen, oder nicht.
Dr. Wolfgang Schwachula, Chefarzt der Abteilung Allgemeine Psychiatrie 2
Veranstaltungsort: LVR-Klinik Langenfeld, Kölner Str. 82, 40764 Langenfeld, Verwaltungsgebäude Haus 62, Hörsaal

12. November 2015, 18.00 Uhr
„Depression“

Depressionen werden in Deutschland häufig diagnostiziert und sind mittlerweile eine der häufigsten Ursachen für längerfristige Krankschreibungen und Berentungen. Eine Abgrenzung verschiedener Begriffe ist oft unklar. Ist ein Burnout eine Depression? Ist jede Verstimmung eine Depression? Was ist Melancholie? Wann wird die Diagnose einer Depression gestellt, welche Ursachen können Depressionen auslösen und welche Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung?
Dipl. Psych. Gabriele Dinkhoff-Awiszus, Sektorbeauftragte d. Abteilung Allgemeine Psychiatrie 1
Veranstaltungsort: LVR-Klinik Langenfeld, Kölner Str. 82, 40764 Langenfeld, Verwaltungsgebäude Haus 62, Hörsaal

19. November 2015, 18.00 Uhr
„Ambulante Ergotherapie“

Ergotherapie, was ist das überhaupt? Oftmals taucht der Begriff „Ergotherapie“ in der Psychiatrie in Verbindungen mit Werkgruppen und Werken auf. Doch die Ergotherapie kann noch viel mehr und bietet noch viel mehr – unter anderem neue ambulante Gruppen.
Viele Patienten und Patientinnen fühlen sich nach der Entlassung aus einem stationären klinischen Aufenthalt noch unsicher, ihren Alltag vollständig selbst zu meistern. Aus dem „geschützten Rahmen“ der Klinik herauskommend erwarten sie Aufgaben, mit denen sie sich teilweise noch überfordert fühlen.
Wie kann die ambulante Ergotherapie helfen, die auftretenden Alltagsprobleme zu bewältigen? Wie werden die Probleme thematisiert werden? Wie können gemeinsam Lösungen gesucht werden? Wer kann an der ambulanten Ergotherapie teilnehmen? Was muss ich tun, um an den ambulanten Gruppen teilnehmen zu können?
Der Vortrag soll einen kleinen Einblick in die Welt und Möglichkeinen der Ergotherapie verschaffen, mit dem Fokus auf die ambulante ergotherapeutische Versorgung.
Barbara Richter, Ergotherapeutin
Veranstaltungsort: LVR-Klinik Langenfeld, Kölner Str. 82, 40764 Langenfeld, Verwaltungsgebäude Haus 62, Hörsaal

3. Dezember 2015, 18.00 Uhr
„Vertrauen heilt. Warum die ärztliche Schweigepflicht seit 3000 Jahren ein Segen für alle ist"

Manchmal verstören uns Nachrichten von grauenvollen Tragödien – eine Mutter tötet ihre Kinder und sich selbst, ein junger Mann erschießt Dutzende seiner Schulkameraden und sich selbst, ein Pilot bringt ein vollbesetztes Flugzeug zum Absturz.
Kann man nicht heute durch psychologische Tests sinnloser Gewalt vorbeugen? Müssen nicht Ärzte die Behörden und die Öffentlichkeit vor den Gefahren durch psychisch Kranke warnen? Aber ist nicht Vertraulichkeit die Basis der Beziehung zwischen Arzt und Patient?
Der Vortrag handelt vom Vertrauen, das die Grundlage unserer Gesellschaft ist, und von den ärztlichen Pflichten gegenüber dem Einzelnen und der Gesellschaft.
Dr. Friedrich Leidinger, Chefarzt der Abteilung Allgemeine Psychiatrie 3
Veranstaltungsort: Gerontopsychiatrisches Zentrum der LVR-Klinik Langenfeld, Frankenstr.31a, 42653 Solingen, Aufenthaltsraum

14. Januar 2016, 18.00 Uhr
„Ethik und Wirtschaftlichkeit im Krankenhaus – zwei Seiten der gleichen Medaille?“

Wie kann ein Krankenhaus ohne Vernachlässigung der ethischen Fragestellungen ökonomischen Erfolg erwirtschaften?
Wie können eine hohe Behandlungsqualität und Patientenorientierung unter Beachtung ethischer Fragestellungen erreicht werden?
Welche Fehlanreize bestehen im Gesundheitswesen bzw. im Krankenhaus und wozu können diese Fehlanreize führen?
Steuert das deutsche Gesundheitssystem auf eine Rationierung von Gesundheitsdienstleistungen zu? Welche möglichen Auswege gibt es für die Krankenhäuser?
Diese und weitere Fragestellungen zum Thema „Ethik und Wirtschaftlichkeit im Krankenhaus“ werden erläutert, hinterfragt und diskutiert.
Holger Höhmann, Kaufmännischer Direktor
Veranstaltungsort: LVR-Klinik Langenfeld, Kölner Str. 82, 40764 Langenfeld, Verwaltungsgebäude Haus 62, Hörsaal

28. Januar 2016, 18.00 Uhr
„Cannabis – harmloser Freizeitspaß oder gefährliches Suchtmittel?“

Cannabis ist nach wie vor die mit Abstand am häufigsten konsumierte illegale Droge in Deutschland. Die weltweiten Legalisierungsdebatten der letzten Jahre haben einerseits zu einer deutlichen Image-Verbesserung von Cannabis beigetragen, was zu einer relativ großen Offenheit und Akzeptanz des Konsums insbesondere unter jungen Menschen zu führen scheint.
Demgegenüber stehen Berichte über Zusammenhänge des Cannabiskonsums mit Intelligenzabbau, Motivationslosigkeit und der Begünstigung von Psychosen sowie von Cannabis als Einstiegsdroge für härtere Drogen.
Aber was trifft nun zu? Ist Cannabis nun eine harmlose Freizeitdroge, das gefährliche Teufelszeug, dessen Konsum unweigerlich an die Nadel führt oder doch irgendetwas dazwischen?
Der Vortrag soll eine Übersicht über die aktuellen Kenntnisse geben.
Dr. Cyrus Pachutani, Oberarzt, Abteilung Abhängigkeitserkrankungen
Veranstaltungsort: LVR-Klinik Langenfeld, Kölner Str. 82, 40764 Langenfeld, Verwaltungsgebäude Haus 62, Hörsaal

11. Februar 2016, 18.00 Uhr
„Zwischen Glück, Selbstliebe und Selbstsucht: was der Narzissmus mit uns machen kann“

Bei vielen Menschen bestehen Probleme mit der Sicherheit und Stabilität eines gesunden, sicheren Gefühls für den eigenen Wert und für die eigene Bedeutung auch für andere Menschen.
Oft erleben Menschen auch ein anhaltendes Unglücklichsein mit dem, was das eigene Selbst ausmacht. Andere Persönlichkeiten fühlen immer wieder ein sehr starkes und manchmal kaum stillbares Bedürfnis, von anderen Personen Lob und Anerkennung zu bekommen. Fehlt diese Anerkennung, geraten sie oft in einen Zustand der inneren, traurigen Leere oder reagieren mit Ärger auf die Menschen, von denen sie sich nicht gesehen fühlen.
Vieles spricht dafür, dass diese Probleme mit dem Selbstwert auch ein Phänomen der gesamten „modernen“ Gesellschaft darstellen.
Dr. Wolfgang Schwachula, Chefarzt der Abteilung Allgemeine Psychiatrie 2
Veranstaltungsort: St. Josefs Krankenhaus Hilden GmbH, Kplus-Forum Fort- und Weiterbildungszentrum, Walderstr. 34-38, 40724 Hilden, Raum 1

25. Februar 2016, 18.00 Uhr
„Schizophrenie“

Die Schizophrenie gilt als schwere psychische Erkrankung, die häufig im jungen erwachsenen Alter beginnt, oft chronisch verläuft und für Betroffene und Angehörige eine hohe Belastung mit sich bringt.
Die Symptomatik ist aber sehr vielfältig und es gibt sehr unterschiedliche Verläufe der Erkrankung. In der Behandlung werden primär Psychopharmaka in Form von Antipsychotika eingesetzt, andere Behandlungsverfahren haben jedoch auch einen hohen Stellenwert.
Der Vortrag soll über die genannten und noch weiteren Aspekte der Erkrankung umfassend informieren. Der Vortragende freut sich über viele Fragen, die Sie mitbringen.
Dr. Dr. Thomas F. Dielentheis, Chefarzt der Abteilung Allgemeine Psychiatrie 1
Veranstaltungsort: Forum Leverkusen, Am Büchelter Hof 9, 51373 Leverkusen, Vortragsaal

Die Vorträge sind kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Hörsaal in Langenfeld liegt im 1.OG. Es ist kein Aufzug vorhanden. Wenn Besucher Hilfe benötigen, bittet die Klinik um vorherige Absprache (02173 102-1015).

Das Programm sowie die Wegbeschreibungen finden Sie unter der Rubrik Veranstaltungen im Internet unter www.klinik-langenfeld.lvr.de.

Über einen Besuch von Ihnen an den Vortragsabenden zur Berichterstattung würden wir uns sehr freuen. Als Gesprächspartner stehen nach vorheriger Absprache jeweils die o.g. Referentinnen und Referenten zur Verfügung, gerne auch an gesonderten Terminen.