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Pressemitteilung vom 11.02.2015

Politiker und Psychiater aus Lemberg/Ukraine erneut zum Austausch im Rheinland

Vertreter aus Lemberg/Ukraine und der LVR-Klinik Langenfeld
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v.l.n.r.: Dr. Irina Jastreb, Volodymyr Hutsal, Dominique Ahling, Roman Bohuta, Prof. Aleksandr Filz, Jutta Muysers, Holger Höhmann, Dr. Yurij Zakal, Bohdan Chechotka, Andriy Malanchuk

Langenfeld. Im Rahmen des Projektes „Partnership for Mental Health“, das vom Bundesgesundheitsministerium und dem Gesundheitsministerium der Ukraine finanziert wird, waren vier Psychiater und drei leitende Mitarbeiter der dortigen regionalen Verwaltung erneut im Rheinland. Von der Basis LVR-Klinik Langenfeld aus diskutierten sie mit Kolleginnen und Kollegen in den Kliniken des Rheinlandes und in anderen Einrichtungen außerhalb des Landschaftsverbandes Rheinland über die Möglichkeiten der Dezentralisierung von Großkliniken und die Möglichkeiten der Enthospitalisierung. Die Aufgabenstellung ist in Langenfeld, aber auch in Viersen klar: Die Kliniken verkleinern sich, gehen in die Fläche und bauen dort neue vollstationäre, teilstationäre und ambulante Einrichtungen auf.

Die Gäste aus der Ukraine konnten auch am Gedenktag für die NS-Opfer am 27. Januar 2015 in der LVR-Klinik Langenfeld sowie an der Eröffnung der Ausstellung „erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus“ im nordrhein-westfälischen Landtag teilnehmen. Auch waren sie bei einem vom LVR veranstalteten Symposium unter der Überschrift „Qualität in der Psychiatrie – Messung, Steuerung, Optimierung“ dabei. Der Leiter der Delegation, Prof. Dr. Alexander Filts, Lehrstuhlinhaber an dem Lehrstuhl für allgemeine Psychiatrie der medizinischen Fakultät der Universität Lemberg, hielt bei dieser Veranstaltung, die der Landschaftsverband Rheinland in Köln mit einer Beteiligung von nahezu 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchführte, einen Vortrag über das Qualitätsmanagement in seiner Klinik.

Die Partnerschaft zwischen der LVR-Klinik und der Klinik Kulparkow in Lemberg besteht schon viele Jahre, so dass jetzt gemeinsam Möglichkeiten der Dezentralisierung diskutiert und die unterschiedlichen Vorgehensweisen miteinander abgeglichen wurden.

Der Kontakt, an dem auch die Deutsch-Polnische Gesellschaft für Seelische Gesundheit initial beteiligt ist, soll aufrechterhalten werden und die Gäste aus der Ukraine wünschen sich, dass die Verbindungen zwischen den Krankenhäusern, aber auch möglicherweise zwischen den Gebietskörperschaften noch enger werden.