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Pressemitteilung vom 26. November 2014

LVR-Klinik erhält Umwelt-Zertifikat

EMAS-Zertifikat

EMAS-Zertifizierung erfolgreich abgeschlossen

Langenfeld. Die LVR-Klinik in Reusrath wurde EMAS zertifiziert. EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) ist ein freiwilliges Instrument der Europäischen Union, das Unternehmen und Organisationen jeder Größe und Branche dabei unterstützt, ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern. Zwei Jahre umfasste die Vorbereitungszeit, bevor ein externer Umweltgutachter die Klinik besuchte und einer Prüfung unterzog. Organisationen jeder Art werden mit dem EU-Label ausgezeichnet, wenn sie die strengen Anforderungen der EMAS-Verordnung erfüllen. EMAS-Teilnehmer verbessern kontinuierlich ihre Umweltleistung mithilfe eines standardisierten Management-Systems.

Unabhängig vom Umweltmanagementsystem EMAS bemüht sich die Langenfelder Fachklinik bereits seit Jahren um Umweltmaßnahmen und die Reduzierung des CO2-Ausstoßes.

Sie hat den gesamten Fuhrpark, das heißt, 13 Fahrzeuge mit der Unterstützung der Stadtwerke Langenfeld auf Erdgasbetrieb umgestellt. Nachdem die Fahrzeuge alle in Langenfeld betankt werden, ist hier jetzt festzustellen, dass durch das hier verwendete Gas die Emission der Fahrzeuge auf nahezu Null zurückgefahren werden konnte.

Die LVR-Klinik hat außerdem vor mehreren Jahren drei Fahrradboxen an der S-Bahn erworben, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, mit dem Fahrrad zwischen der S-Bahn und der Klinik pendeln zu können. Weiterhin gibt es im Klinikgelände 342 Fahrradstellplätze, davon sind 80 Stück als geschlossene Außenstellplätze vorhanden. Der überwiegende Teil der übrigen Stellplätze ist überdacht.

Nachdem beim Umbau des Hauses 53 das Dach saniert wurde, erfolgte die Installation der Photovoltaikanlage auf der gesamten Fläche von 526 m2. Durch die Anlage ergibt sich eine Verringerung des Kohlendioxidausstoßes von ca. 62.605 kg pro Jahr. Die Gesamtleistung der Anlage beträgt 78,4 kWp. Es wird mit einer Strommenge in Höhe von 70.669 kWh im Jahr gerechnet.

Schon seit 19 Jahren wird das Warmwasser und zum Teil das Heizungswasser mit Blockheizkraftwerken erzeugt. Diese laufen ausschließlich im Gasbetrieb und hatten vor vielen Jahren eine Beheizung mit Leicht- und Schwerölen und Kohle abgelöst. Die bisherigen Blockheizkraftwerke sollen bis Ende 2015 durch drei neue, kleinere aber deutlich effektivere Blockheizkraftwerke abgelöst werden.

Um die Wärmerückgewinnung bei der Spülstraße der Klinikküche durchzuführen (in der für ca. 800 Menschen täglich das Geschirr und die Utensilien der Küche gespült werden), wurde Ende 2013 eine neue Anlage mit einer deutlich reduzierten Energieanforderung sowie geringeren Emissionswerten installiert.

Der Gutshof der LVR-Klinik Langenfeld wird seit 1986 für den Ergotherapiebereich als Arbeitstherapie biologischer Gartenbau genutzt. Die Klinik ist Mitglied bei "Bioland", einem der anerkannten Verbände für kontrollierten biologischen Anbau. Beim Anbau der Produkte wird auf den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel und mineralischer Stickstoffdünger verzichtet. Die Fruchtfolgen sind vielseitig, um die Pflanzen vorbeugend gesund zu erhalten. Zur Förderung von Nützlingen werden Hecken und Blumenbeete angelegt. Gegen Schädlinge und Krankheiten helfen Netze, Brühen und Tees. Geplant ist für das nächste Jahr die Eröffnung eines Hofladens, so dass auch Bürgerinnen und Bürger die Erzeugnisse erwerben können. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben schon seit längerem die Möglichkeit, die Produkte, zum Beispiel durch das Abonnement der "Gemüsetüte", zu erhalten.

Die Klinik hat bereits zwei große und 8 kleinere Insektenhotels installiert, um Insekten auf der Streuobstwiese eine zusätzliche Heimat zu bieten. In diesem Frühjahr erfolgte auf dem Gutshof auch eine Stationierung von zwei Bienenvölkern.

Zur Arterhaltung von Fledermäusen hat sich die Klinik an dem Programm der Stadt Langenfeld beteiligt und zwanzig Nistkästen montiert. Inzwischen werden in der Klinik wieder Fledermäuse beobachtet.

Inzwischen sind außerdem ein Schleiereulenkasten sowie zwei Turmfalkennistkästen montiert.

Der Landschaftsverband Rheinland hat in all seinen Liegenschaften vorgeschrieben, dass bei der Fällung von Bäumen, die sich aus Sicherheitsgründen bei dem teilweise über 100 Jahre alten Bestand nicht immer vermeiden lässt, die Baumstumpen grundsätzlich stehen bleiben. Diese werden zerfallen und bieten hervorragende Möglichkeiten für zahllose Käfer und Insekten an.

Mehrfach wurde beobachtet, dass Igel beim Überqueren eines bestimmten Teils der Klinikstraßen überfahren wurden. Hier hat die Klinik aus Altholz eine Igelsperre errichtet.

Holger Höhmann, Vorsitzender des Klinikvorstands, freut sich über das bisher Erreichte. "Uns ist es wichtig, unseren Beitrag zur Erhaltung der Umwelt zu leisten. Dies sehen wir sowohl global, als auch im Hinblick auf die Gesundheit unserer Patienten und Mitarbeiter."

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