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Pressemitteilung vom 29. April 2016

Europäische Krankenhausdirektoren tagen beim LVR

Krankenhausdirektoren aus Europa zu Gast beim LVR
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Landschaftsverband Rheinland und Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.V. (VKD) organisieren fachlichen Austausch in LVR-Klinik Langenfeld

Köln.Langenfeld. Fragen und Entwicklungen der psychiatrischen Versorgung standen jetzt im Mittelpunkt eines Austausches der kaufmännischen Leitungen und Führungskräften von Krankenhäusern in Europa am Klinikstandort der LVR-Klinik Langenfeld und bei einem Besuch in der Verbundzentrale der neun Klinken des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) in Köln-Deutz.

Die EAHM (European Association of Hospital Managers) hat ihren Sitz in Brüssel und arbeitet eng mit der EU-Gesundheitsverwaltung zusammen. Die LVR-Klinik Langenfeld hat vom 28. bis 30. April 2016 das Subcommittee Mental Health (Komitee Seelische Gesundheit) zu Gast, das sich mit Fragen und Entwicklungen der psychiatrischen Versorgung auseinandersetzt.

In diesem Jahr fungiert der LVR als Gastgeber. Auf Einladung der Fachgruppe Psychiatrie des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.V., deren Vorsitzender LVR-Klinik-Chef Holger Höhmann, kaufmännischer Direktor aus Langenfeld, ist, wurde die dortige LVR-Fachklinik als diesjähriger Treffpunkt ausgewählt. Insgesamt 12 Teilnehmende aus den Ländern Norwegen, Irland, Belgien, Frankreich, Schweiz, Großbritannien, Dänemark und Deutschland begeben sich in den fachlichen Austausch. „Transnational voneinander zu lernen, bringt neue Impulse für die Weiterentwicklung und kommt damit demn Patientinnen und Patienten zugute“, so Höhmann. Einige Themen, mit denen sich das Komitee beschäftigt, sind:

  • Notwendige Ausbildung und Berufserfahrung, um als Geschäftsführerin/Geschäftsführer; Kaufmännische Direktorin/Kaufmännischer Direktor in einem Krankenhaus in Europa zu arbeiten, in Zusammenarbeit mit der Gesamtvereinigung, die dieses Thema für 2015/2016 in den Vordergrund gestellt hat.
  • Vergleich der unterschiedlichen Vergütungssysteme für psychiatrische Krankenhausleistungen in Europa
  • Vergleich der unterschiedlichen Systeme der Patientenversorgung in Europa
  • Betrachtung der wirtschaftlichen Verhältnisse und der dadurch möglichen Weiterentwicklung
  • Förderung des Austauschs von Kolleginnen und Kollegen im Rahmen des „HOPE“-Programmes

Die Zusammenarbeit beschränkt sich nicht ausschließlich auf betriebswirtschaftlich/kaufmännische Aspekte, sondern geht auch darauf ein, wie moderne Versorgungsformen, zum Beispiel Hometreatment (Versorgung des Patienten zu Hause) und Recovery (personenorientierter, ganzheitlicher Ansatz in der Behandlung) in den unterschiedlichen Ländern in Europa praktiziert und finanziert werden.

Am heutigen Tag besuchten die Gäste den Landschaftsverband Rheinland in Köln-Deutz, die LVR-Verbundzentrale der neun psychiatrischen LVR-Kliniken im Rheinland, zu der auch die LVR-Klinik Langenfeld gehört sowie eine orthopädische Klinik in Viersen.

Martina Wenzel-Jankowski, die LVR-Dezernentin des Klinikverbundes und des Verbundes Heilpädagogischer Hilfen, diskutierte mit internationalen Gästen aus den Krankenhausleitungen gemeinsame Fragen der Patientenversorgung und deren Finanzierung. „Im Rheinland werden sich die psychiatrischen Angebote weiterentwickeln genauso wie die Versorgungsstrukturen. Dazu wird eine komplexe psychiatrisch-psychotherapeutische Akut-Behandlung im häuslichen Umfeld der Patienten und Patientinnen – das sogenannte Hometreatment ermöglicht. Das stationäre Behandlungsangebot wird sich an Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen und stationärer Behandlungsbedürftigkeit in akuten Krankheitsphasen richten. Für diese Patientinnen und Patienten soll die Flexibilität und Bedarfsgerechtigkeit der Versorgung erhöht werden. die Krankenhausvergütung muss diese Leistungen erstatten“, stellte die LVR-Dezernentin fest und machte klar, dass der Blick auf gute Beispiele aus der europäischen Nachbarschaft auf jeden Fall geworfen werde. „Wir können nicht nur gut miteinander ins Gespräch kommen, sondern auch einiges voneinander lernen“, betonte Wenzel-Jankowski.