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Pressemitteilung vom 2. Juni 2014

Wann immer das Leben uns braucht

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LVR-Klinik Langenfeld mit dem Plakat
Klinikvorstand, Personalrat und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LVR-Klinik

LVR-Klinik Langenfeld beteiligt sich an der bundesweiten Kampagne der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG)

Langenfeld. Die Klinikleitung, der Personalrat und einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LVR-Klinik Langenfeld fanden sich zusammen, um mit der Teilnahme an der Kampagne "Ihre Krankenhäuser – wann immer das Leben uns braucht" auf die finanziellen Schwierigkeiten der Krankenhäuser in Deutschland aufmerksam zu machen. Nach Einschätzung der Deutschen Krankenhausgesellschaft werden 50 Prozent aller Krankenhäuser in Deutschland im Jahr 2014 ein unausgeglichenes Finanzergebnis aufweisen. Im Bereich der Krankenhäuser in öffentlich rechtlicher Trägerschaft, wie die LVR Klinik Langenfeld, ist dieser Anteil noch höher. Die Arbeit in den Krankenhäusern wird von den Krankenkassen und dem Land nicht ausreichend finanziert. Auch bei der Förderung für Baumaßnahmen steht das Land NRW auf dem letzten Platz. Zu beachten bleibt auch, dass der Pflichtversorgungsauftrag, die Aufnahme von seelischen und psychischen Notfällen 24 Stunden am Tag an 365 Tagen im Jahr, nicht gesondert vergütet wird. Ohne eine angemessene Finanzausstattung der Krankenhäuser werden immer mehr Krankenhäuser auf finanzielle Problematiken zusteuern. Um die Versorgung der Kranken weiterhin qualitativ hochwertig zu gestalten, muss dringend ein Richtungswechsel in der Finanzierung der Krankenhäuser erfolgen.

Die LVR-Klinik in Reusrath kritisiert die finanzielle Situation. "Wir sind dabei, unsere Prozesse zu überprüfen und Einsparpotentiale zu realisieren. Gleichzeitig werden wir die Behandlungsqualität erhalten und noch steigern. Eine große Herausforderung", so Holger Höhmann, Kaufmännischer Direktor und Vorstandsvorsitzender der Klinik.

Info: Die LVR-Klinik Langenfeld hat 663 Betten. Rund 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten an der Versorgung psychisch kranker Menschen. In der Kreuzstraße in Langenfeld, in Leverkusen-Opladen, in Hilden und in Solingen befinden sich Dependancen, in denen eine tagesklinische und ambulante Behandlung wohnortnah angeboten wird. Geplant sind mittelfristig auch stationäre Einheiten in Solingen und in Leverkusen.