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Pressemitteilung vom 13. Oktober 2014

LVR-Kliniken unterstützen Psychiatrie in der Ukraine

Vertreter der Klinik Kulparkow besuchen die LVR-Klinik Langenfeld
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Vertreter der Klinik Kulparkow besuchten das Rheinland

Langenfeld. Prof. Dr. Oleksandr Filz, Direktor der Klinik Kulparkow und Lehrstuhlinhaber für Psychiatrie an der Universität Lviv (Ukraine), und sein Vertreter und ärztlicher Mitstreiter Dr. Yurij Zakal, besuchten im vergangenen Monat vier der Kliniken des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR), um mit den Leitungen der Kliniken über Möglichkeiten der Unterstützung der ukrainischen Psychiatrie zu sprechen. Die Klinik Kulparkow versorgt derzeit rund 1500 Patientinnen und Patienten. Aufgrund der Konflikte in der Ukraine seien den Krankenhäusern durch Gesetz die Finanzmittel erheblich gekürzt worden, so Prof. Dr. Filz. Ein harter, sparsamer Winter stehe bevor. Mit weiteren Herausforderungen sei aufgrund der dramatischen Situation in der Ukraine zu rechnen. Die Unterstützung durch die LVR-Kliniken wird in nicht mehr benötigten Einrichtungsgegenständen, wie Betten, Matratzen und Bettwäsche bestehen. Eine große Anzahl dieser Gegenstände wird in der LVR-Klinik Langenfeld voraussichtlich im Jahr 2017 anfallen. Dann nämlich, wenn der geplante Neubau des größten Stationsgebäudes auf dem Gelände steht und das alte Gebäude frei geräumt wird. Die ukrainischen Gäste bekamen Gelegenheit, die Einrichtung auf zweien der jetzigen Stationen in dem alten Gebäude zu sehen. Nicht nur Betten und Möbel, auch Türen und Fenster als bauliche Komponenten sind von großem Interesse. In einer anschließenden Besichtigung des Blockheizkraftwerkes, das mittelfristig erneuert werden wird, gibt es ebenfalls Komponenten, die der ukrainischen Klinik weiterhelfen würden, wie zum Beispiel die Gasmotoren und der Dampfkessel. Holger Höhmann, Kaufmännischer Direktor und Vorsitzender des Klinikvorstands: „Zu der Klinik Kulparkow bestehen langjährige partnerschaftliche Beziehungen, die auf Verknüpfungen während der Zeit des zweiten Weltkrieges beruhen, aufgearbeitet wurden und nun zu einem intensiven fachlichen Austausch geführt haben. Selbstverständlich ist es der LVR-Klinik Langenfeld und auch den anderen LVR-Kliniken ein Anliegen, die ukrainische Psychiatrie in harten Zeiten zu unterstützen.“

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