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Depressionsstation

Was sind Depressionen?

Patienten die zur Seite schaut

Depressionen sind eine häufige psychische Erkrankung, die Menschen jeden Alters betreffen kann. Depressive Störungen führen zu Veränderungen im Verhalten, Erleben und Befinden eines Menschen. Oft wird dies von den Betroffenen nicht als Ausdruck einer Depression und damit einer seelischen Erkrankung erkannt, die als solche behandelt werden sollte. Symptome einer depressiven Störung können sein:

  • Sie empfinden keine Freude mehr, erleben sich lustlos, ohne Antrieb, ziehen sich zurück.
  • Sie fühlen sich hilflos, nichts mehr wert, sehen sich als Versager, kreisen in Gedanken immer um dieselben Themen der eigenen Unzulänglichkeit, sehen kein Licht im Tunnel.
  • Es fällt Ihnen schwer, sich zu konzentrieren oder sich Dinge zu merken, Sie gewinnen den Eindruck, nicht mehr klar denken zu können.
  • Sie leiden an Schlaf- und Appetitlosigkeit, Verstopfung, Schmerzen, Unwohlsein, Unruhe- und Angstzuständen.
  • Sie haben Gedanken, dem eigenen Leben ein Ende setzen zu wollen.

Diese seelischen und körperlichen Veränderungen belasten die Betroffenen sehr stark, beeinträchtigen zwischenmenschliche Beziehungen, die berufliche Situation oder das zufriedene und aktive Leben im Rentenalter. In vielen Fällen reicht dann eine ambulante Behandlung nicht mehr aus. In dieser Situation kann eine stationäre Behandlung die notwendige Entlastung von Pflichten und Zwängen des Alltags bringen.

Was bieten wir?

Die Depressionsstation bietet ein besonderes therapeutisch-pflegerisches Angebot für Menschen, unabhängig von Alter und Wohnort, mit depressiven Erkrankungen unterschiedlicher Genese einschließlich suizidaler Krisen.

Die Station befindet sich in einem separaten Gebäude auf dem parkartigen Klinikgelände. Sie bietet 20 Behandlungsplätze in Ein- und Zweibettzimmern. Darüber hinaus gibt es zwei Therapieräume für die Gruppenangebote sowie zwei Aufenthaltsräume mit Medienecke und Küche.

Wer sind wir?

Das Team besteht aus erfahrenen Krankenschwestern und Krankenpflegern, einer Psychologischen Psychotherapeutin, einer Ärztin, einer Oberärztin und einer Diplom-Sozialpädagogin. Zusätzlich sind eine Ergotherapeutin, eine Bewegungstherapeutin, zwei Physiotherapeuten, ein Musiktherapeut , eine Kunsttherapeutin sowie eine Sporttherapeutin an dem Behandlungsangebot beteiligt.

Das Angebot der Physiotherapie kann genutzt werden. Aroma- und Lichttherapie sowie Akupunktur und Entspannungstherapie werden auf der Station durchgeführt ebenso wie Depressionsinformationsgruppen. Alle arbeiten kooperativ und eng mit Ihnen zusammen. Unser Ziel ist, gemeinsam mit Ihnen Ihre Depression zu verstehen, Sie bei der Bewältigung zu unterstützen und Ihnen zu helfen, einem erneuten Auftreten entgegenzuwirken.

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Wie helfen wir?

Die Behandlungsangebote orientieren sich an den gültigen Leitlinien zur Behandlung depressiver Störungen. Als Zeitrahmen sind durchschnittlich 6 Wochen vorgesehen.

Angebot

Patienten während der Entspannungstherapie

Das Angebot umfasst:

Medikamentöse Behandlung der Depression

  • Medizinische Behandlung begleitender somatischer Erkrankungen

Psychotherapeutische Behandlung

  • Interpersonelle Therapie
  • Entspannungstherapie
  • Selbstbehauptungstraining

Weitere therapeutische Angebote

  • Ergo- und Bewegungstherapie
  • Sporttherapie
  • Musiktherapie
  • Kneippbehandlung und Massage
  • Aroma- und Lichttherapie
  • Akupunktur
  • Gruppenangebote zur Förderung der Kommunikation und der Teilnahme am gesellschaftlichen und kulturellen Leben, auch in Verbindung mit Außenaktivitäten
  • Haushaltstraining
  • Hilfestellungen bei Problemen in den Bereichen Arbeit, Wohnen, Finanzen, sozialrechtlichen Fragen
  • Paar- und Familiengespräche
  • Informationsveranstaltungen zum Thema „Depression"

Therapeutische Ziele und die daraus folgenden Maßnahmen und Absprachen werden gemeinsam mit Ihnen erarbeitet. Nach Absprache mit Ihnen werden Angehörige gerne bei einzelnen Gesprächen mit einbezogen.

Aufnahmevoraussetzungen

Die Behandlung erfolgt nach einem Vorgespräch in der zentralen Aufnahme der Klinik entweder durch Anmeldung und Einweisung eines niedergelassenen Arztes, durch Überweisung aus einer anderen Klinik oder durch Ihre persönliche Kontaktaufnahme mit der Station.